Risikokategorien

Gut durchblutete Organe wie z.B. ZNS, Niere, Auge und Herz schützen sich vor einem Anstieg des arteriellen Blutdrucks durch eine Vasokonstriktion der Blutgefäße. Starke, anhaltende Vasokonstriktion führt in den entsprechenden Organen zu Ischämie, Infarkt und einer verminderten Integrität des Kapillarendothels (Ödeme und Blutungen). Die Höhe des Risikos, dass Schäden an diesen anfälligen, da gut durchbluteten Organen (Endorganen) entstehen, hängt von der Höhe des Blutdruckes ab. Daher wird die Hypertonie bei Katzen in 4 Risikokategorien eingeteilt.

Quelle: Brown et al. 2007, Egner 2006b

In den USA bezeichnet man die Hypertonie auch als „Silent Killer“, da sich die Veränderungen an den Endorganen schleichend vollziehen und oft erst im fortgeschrittenen Stadium festgestellt werden. Aufgrund der unspezifischen Symptomatik wird oft nicht rechtzeitig genug an eine ursächliche Verbindung zur Hypertonie gedacht (Egner 2007).