Zwingerhusten bei Hunden – intranasale Impfung bietet erweiterten Schutz
4 Februar 2010

Der Zwingerhusten ist eine unter Hunden weit verbreitete Erkrankung der oberen Atemwege, insbesondere der Luftröhre und der Bronchien. Typisch ist ein heftiger, „bellender“ Husten, der mit einem starken Würgereiz verbunden sein kann. Der Husten, der häufig wochenlang andauert, tritt bei erkrankten Hunden plötzlich in Ruhe oder nach Belastung auf. Bei einem komplizierten Verlauf kann sich eine gefährliche Lungenentzündung entwickeln.
Als Erreger gelten Viren und Bakterien. Aber auch mangelhafte Hygiene oder ein schlechter Gesundheitsstatus können die Erkrankung begünstigen. Besonders gefährdet sind Hunde, die viel Kontakt zu Artgenossen haben, z.B. auf einem Hundeplatz, in Hundepensionen oder -schulen, Zuchten oder Zwingern. Indem infizierte Hunde husten oder niesen, können per Tröpfcheninfektion andere Hunde angesteckt werden. Dies ist aber auch durch Beschnuppern oder über von mehreren Hunden benutzte Wassernäpfe möglich.
Die gewöhnliche Kombinationsimpfung schützt den Hund vor caninen Parainfluenzaviren. Ein spezieller Impfstoff, der dem Hund in die Nase geträufelt wird, schützt sowohl vor caninen Parainfluenzaviren als auch vor dem Bakterium Bordetella bronchiseptica, einem weiteren Haupterreger des Zwingerhustens. Dieser intranasale Impfstoff baut sehr schnell einen Schutz direkt an der „Eintrittspforte“ der Erreger auf. Gegen Bordetella bronchiseptica ist bereits 72 Stunden nach Impfung eine belastbare Immunität ausgebildet. Eine Grundimmunisierung ist nicht notwendig, denn eine einzige Impfung schützt bereits ein ganzes Jahr. Danach sollte die Impfung einmal im Jahr – z.B. im Rahmen der jährlichen Impfung – wiederholt oder gezielt einige Tage vor dem Zusammentreffen mit vielen anderen Hunden aufgefrischt werden. Auf der Webseite www.zwingerhusten.de bietet Ihnen Intervet, einer der führenden Hersteller von Tierarzneimitteln und -impfstoffen, weitere Informationen.
Auch Katzen sollten gegen Bordetella bronchiseptica geimpft werden, denn dieser Erreger kann vom Hund auf die Katze und umgekehrt übertragen werden. Mehr Informationen finden Sie unter www.katzenschnupfen.de
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